Schwerpunkt Essstörungen

Eine Essstörung verändert nicht nur den Umgang mit dem Essen. Sie kann auch die Beziehung zum eigenen Körper und das Erleben der eigenen Person tiefgreifend beeinflussen. Der Körper wird zum Gegenstand von Kontrolle, Bewertung oder Ablehnung. Seine Signale wahrzunehmen, ihm zu vertrauen und sich in ihm zu Hause zu fühlen, kann zunehmend schwerfallen. Doch unser Körper ist weit mehr als das, was wir an ihm sehen oder verändern möchten. Er ist ein lebendiger Teil von uns, durch den wir fühlen, wahrnehmen und uns selbst erleben.

Vielleicht hast du schon einen längeren Weg hinter dir. Du weißt, was hinter der Essstörung steht, kennst Ursachen und hast Muster erkannt. Doch wie gelingt es dir, dieses Wissen in deinem Leben zu integrieren? Wie findest du Vertrauen in einen Körper, der sich fremd anfühlt? Wie kannst du mit Ängsten, innerer Anspannung oder dem Gefühl umgehen, immer wieder die Kontrolle zu verlieren? Oder du stehst noch am Anfang und fragst dich, wie du etwas loslassen sollst, das dir trotz allen Leids auch Halt und Sicherheit gibt.

Sich selbst wieder begegnen – über den eigenen Körper.

Möglicherweise hast du früh gelernt, dich anzupassen, Erwartungen zu erfüllen und die eigenen Bedürfnisse zurückzustellen. Irgendwann weißt du sehr genau, wie du sein sollst, aber immer weniger, wer du eigentlich bist und was du brauchst. Auch die Beziehung zum eigenen Körper kann darüber verloren gehen. Er wird bewertet, verglichen, kontrolliert, geformt. Oft richtet sich der Blick nur noch auf das, was an ihm vermeintlich "nicht richtig" ist.

Dabei ist unser Körper kein Objekt, das wir besitzen. Er gehört zu unserem Menschsein. Durch ihn erleben wir uns selbst und die Welt. Er nimmt wahr, empfindet, reagiert und trägt all unsere Erfahrungen in sich. Über ihn lernen wir.

Hier setzt meine körperorientierte und kreative Therapie an. Bewegung, Musik, Körperwahrnehmung und kreativer Ausdruck eröffnen Räume, in denen du dich selbst über deinen Körper kennenlernen kannst. Wie fühlt es sich an, eine Grenze zu setzen? Was lösen Nähe und Abstand in dir aus? Was geschieht, wenn du deinen eigenen Impulsen folgst? Was brauchst du, um dich sicher und lebendig zu fühlen?

Es geht nicht darum, deinen Körper möglichst schnell akzeptieren oder gar lieben zu müssen. Es geht darum, deinem eigenen Erleben zu vertrauen und herauszufinden, was dir wirklich entspricht. Denn wenn du beginnst, dich selbst mit deinen Empfindungen, Bedürfnissen, Stärken und deiner Verletzlichkeit anzunehmen, kann auch deine Beziehung zu deinem Körper eine andere werden.

Individuell und fachlich begleitet

Mein Angebot richtet sich an Menschen mit unterschiedlichen Formen von Essstörungen – ob du gerade erste Schritte gehst, dich bereits in Behandlung befindest oder nach einem Klinikaufenthalt weitergehende Begleitung wünschst. Auch Angehörige finden bei mir Unterstützung.

Meine Arbeit orientiert sich an den Empfehlungen der S3-Leitlinie zur Behandlung von Essstörungen und kann eine bestehende psychotherapeutische und medizinische Behandlung ergänzen. Als Mitglied im Netzwerk Essstörungen Sachsen (NESSA) bin ich fachlich vernetzt und schätze die interdisziplinäre Zusammenarbeit sehr.

Netzwerkpartner

Netzwerk Essstörungen Sachsen (NESSA) (Link zur Homepage)

BEL Beratungszentrum Ess-Störungen Leipzig (Link zur Homepage)

Systemische Ernährungstherapie Conny Rabe - Leipzig (Link zur Homepage)